Zündholzmuseum- Grafenwiesen

Aktuelles

Saisonstart im Zündholzmuseum mit neuer Ausstellung
"Solo Girl und Walfisch-Zündhölzer" Historische Gebrauchsgrafik im Miniaturformat
ab 14. April 2022

Das Zündholzmuseum Grafenwiesen lädt ab 14. April wieder zum Besuch ein und präsentiert in der Museumssaison 2022 die Ausstellung „Solo Girl und Walfisch-Zündhölzer“.

Zu entdecken sind darin Raritäten historischer Gebrauchsgrafik im Miniaturformat.

Das kleine Spezialmuseum im waldreichen Gebiet zwischen Hohen Bogen und Kaitersberg bewahrt seit 15 Jahren einen großen Sammlungsbestand von Zündholzschachteln, -etiketten und weiteren Zündwaren-Artikeln. In seinem „Raritätenkabinett historischer Alltagprodukte“ zeigt es nun einen besonderen Ausschnitt, Teile einer großzügigen privaten Schenkung von sehr alten Zündholzetiketten.

Beim Blick auf diese „kleinsten Werbeplakate der Welt“ eröffnet sich für Besucherinnen und Besucher ein wunderbares Panoptikum des Zeitgeistes von anno dazumal. Auf den Etiketten aus der Zeit von etwa 1890 bis 1930 wurde für vieles geworben: für Schauspieler und Schuhcreme, für Volksbelustigungen und Reiseziele, für Königliche Hoheiten und Ikonen der Arbeiterbewegung, für politische Strömungen und Palmin Pflanzenbutter.

In der Ausstellung kann erkundet werden, was es mit dem „Solo-Girl“ und den „Walfisch-Zündhölzern“ auf sich hat und man kann nachempfinden, wie kostbar die kleinen Bildchen für die Menschen früher waren. Als Sammelbildchen waren Zündholzetiketten beliebt.

Die kleine Werbefläche auf der Zündholzschachtel eignete sich gut dazu, Botschaften in alle Schichten der Bevölkerung zu tragen. Denn Zündholzschachteln nahm man im Alltag oft zur Hand: immer dann, wenn für Wärme im Ofen, für Licht an Kerze oder Lampe oder für Rauchgenuss Feuer benötigt wurde. Die Ausstellung beleuchtet anhand ausgewählter Beispiele, dass Zündholzetiketten ein interessantes Kapitel der Kulturgeschichte der Reklame widerspiegeln.

Die Dauerausstellung des Zündholzmuseums Grafenwiesen steht unter dem Motto „Industrie- und Kulturgeschichte im Brennpunkt“. Sie informiert über die Geschichte der Zündholzherstellung im Tal des Weißen Regen und über die Verknüpfung dieses Zweigs der Holzverarbeitung zum benachbarten Tschechien. In der historischen Sammlung rund ums Zündholz gibt es eine große Fülle und Vielfalt zu entdecken.

 

Öffnungszeiten

Bitte beachten Sie, dass ab der Saison 2022 im regulären Museumsbetrieb neue Öffnungszeiten gelten:

jährlich ab Ostern bis Ende Oktober
jeden Mittwoch, Donnerstag
und jeden 1. Sonntag des Monats von 14 bis 16 Uhr
Am Ostersonntag, den 17.04.2022 sowie am "internationalen Museumstag" Sonntag, den 15.05.2022 ist das Museum ebenfalls geöffnet!

Führungen für Gruppen nach telefonischer Vereinbarung
Tel. 09941/9403-17 (Tourist-Info Grafenwiesen)

Flyer „Zündholzmuseum“ zum Download ( PDF )

Anschrift:

Zündholzmuseum Grafenwiesen
Schönbuchener Str. 31 (Nähe Pfarrkirche)
93479 Grafenwiesen

Verwaltung/Kontakt

Gemeinde Grafenwiesen
Rathausplatz 6
93479 Grafenwiesen
Tel. 09971/9703-17 (Tourist-Info Grafenwiesen)
Fax 09971/9403-25

tourist-grafenwiesen@t-online.de

Anfahrt

Schon bei Ihrer Anfahrt, am Rande des Kurpark Grafenwiesen und in der Nähe der Bahnhaltestelle Grafenwiesen, grüßen zwei überdimensional große Zündholzschachteln.

Sie machen darauf aufmerksam, dass hier im Ort einst die Marken „Welthölzer“ und „Haushaltsware“ hergestellt wurden. Im Zündholzmuseum Grafenwiesen erfährt man darüber mehr.

Unmittelbar vor dem Museumsgebäude lädt ein hundertfach vergrößertes Zündholz zum Besuch ein. Parkmöglichkeiten für PKWs und Busse sind vor dem Museumsgebäude vorhanden.

Der Zugang zum Zündholzmuseum ist nicht barrierefrei und erfolgt über das Treppenhaus des Gebäudes. Die Ausstellungsräume befinden sich im Obergeschoss auf einer Ebene.

Eintrittspreise

Erwachsene
2,00 Euro

Kinder bis 14 Jahre
frei

Personen mit Ehrenamtscard
Jugendliche (von 15 bis 18 Jahren),
Gäste mit Gästekarte,
Schwerbehinderte,

Gruppen/pro Person (ohne Führung)  
1,50 Euro    
 

Gruppen mit Führung /pro Person
2,00 Euro

 

 

Das Museum

  • Die Dauerausstellung bietet einen Streifzug durch die Geschichte der Zündholzherstellung in Grafenwiesen und ihrer historischen Verknüpfung zum benachbarten Tschechien.
  • Im Medienraum wird in einer filmischen Dokumentation die Zündholzgeschichte in Grafenwiesen und im tschechischen Sušice (Schüttenhofen) wieder lebendig (BR, 12 Min.).
  • Ein weiterer Ausstellungsraum zeigt eine Auswahl aus der Sammlung kurioser Zündholzbehälter und spektakulärer Zündholzbastelarbeiten.
  • Im „Kabinett“ werden thematisch wechselnde Ausstellungen von Zündholzetiketten präsentiert.

Vorschau

Frühjahr 2022
„Solo Girl“ und „Walfisch-Zündholz“
Historische Gebrauchsgrafik im Miniaturformat

 

Ausstellungen

2019  
„Mit Feuer ins All“ – Zündholzetiketten aus aller Welt zum Thema Raumfahrt und Luftverkehr

2018
„Feuriges und Florales“ – Blumen und Blüten auf Zündholzetiketten

2017
„Tempel, Triumphbögen und Paläste“ – Historische Bauwerke als Zündholzminiaturen

2016
Trachten aus aller Welt auf Zündholzetiketten

2015
„Aus dem Reich der Mitte“ – Chinesische Zündholzetiketten

2014
„Matchbox & Autos“ – Kleine Flitzer auf der Zündholzschachtel

2013
„Feuriges aus der Ferne“ – Zündwaren als Reiseandenken

2012
„Die bunte Welt der Philumenie“ – Ausstellung der Philumenistischen Gesellschaft

2011
„Raritäten und Kuriositäten“ – Erfindungen, Basteleien und Improvisationen rund ums Zündholz

2010
„Blick nach Böhmen/ Pohled do Cech“ – Tschechische Zündholzetiketten

2009
„Schönheitsgalerie“ – Frauenbilder auf Zündholzetiketten

2008
„Olympische Flammen“ – Zündholzetiketten und Sammelserien aus aller Welt

2007
Eröffnung des Zündholzmuseums

2006
„Feuer und Flamme für Fußball“ – Ausstellung in den neuen Räumen des Zündholzmuseums

 

Geschichte

1929/1930
Kauf der Fabrik durch den österreichischen Ingenieur Robert ‚Czerweny von Arland, Gründung der Zündholzfabrik Allemann

1930 ff
Das Deutsche Zündwaren-Monopol regelt jahrzehntelang Herstellung, Verkauf und Preisbildung. Die Firma Allemann produziert während der „Monopolzeit“ „Welthölzer“ (Steuer-Nummer 295) und „Haushaltsware“ (mit Steuer-nummer 305)

1949 (bis 1987)
Einführung einer zweiten Produktsparte bei der Allemann AG: Spankörbe für Obst und Fisch

1950er/1960er Jahre
Die Zündholzfabrik Allemann ist der größte industrielle Arbeitgeber im Altlandkreis Kötzting. Etwa 300 Menschen arbeiten in der Fabrik.

1966
Gründung der Zündwaren-handelsgesellschaft ZÜCLAM als Tochtergesellschaft der Firma Allemann. Zündwarenhandel bis 2006.

ab Ende 1970er Jahre
Einführung einer neuen Produktlinie bei Allemann GmbH Grafenwiesen: Herstellung von Toren und Türen, vor allem aus Holz für Landwirtschaft, Pferdehaltung und Wohnhausbau.

1983
Ende des Deutschen Zündwarenmonopols

1985
Einstellen der Zündwarenproduktion bei der Fa. Allemann GmbH

1987
Einstellen der Spankorbherstellung in Grafenwiesen, Produktionsverlagerung für Holzverpackungen nach Tschechien

um 2000
Im Zuge von Maßnahmen zur Dorferneuerung sucht man in der Gemeinde Grafenwiesen nach Möglichkeiten, ein Museum zur Geschichte der Holzverarbeitung im Tal des Weißen Regen zu errichten; Ankauf einer umfangreichen Privatsammlung

2007
Eröffnung des Zündholzmuseums Grafenwiesen durch die Gemeinde Grafenwiesen

Heute:

Neue Produktlinie bei der Fa. Allemann GmbH Grafenwiesen:
Herstellung von Türen und Toren
www.allemann-gmbh.de

Aktiv im Museum

In einem Museum gibt es viel zu tun, vor und hinter den Kulissen.

Wenn Sie für sich persönlich eine neue Herausforderung suchen und sich für bürgerschaftliches Engagement im Kulturbereich interessierten, könnte eine ehrenamtliche Mitarbeit im Zündholzmuseum Grafenwiesen für Sie vielleicht das Richtige sein.

Das Team des Zündholzmuseums freut sich auf Ihre Anfrage.

Kontaktieren Sie bitte die Museumsbeauftragte der Gemeinde Grafenwiesen,
Marianne Amesberger, tel. 09941/9403-15,
marianne.amesberger@grafenwiesen.de