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Zündholzmuseum Grafenwiesen

Das Museum

Anschrift des Zündholzmuseums:

Schönbuchener Str. 31 (Nähe Kirche!)
93479 Grafenwiesen

Kontakt:

Gemeinde Grafenwiesen
Rathausplatz 6
93479 Grafenwiesen
Tel. 09941/9403-17 (Tourist-Info Grafenwiesen)
Fax: 09941/9403-25
tourist-grafenwiesen@t-online.de
www.grafenwiesen.de



Zur Information: Das Museum befindet sich im Obergeschoss und ist nur durch Treppenstufen erreichbar!

Vor dem Gebäude steht als Orientierung ein überdimensionales Zündholz.
Es soll die 100-fache Vergrößerung eines einfachen Zündholzes darstellen!
Parkplätze sind vorhanden – auch für Busse!

Im Kurpark unseres Ortes symbolisiert eine „Riesenstreichholzschachtel“ der Sorte „Welthölzer“ und eine „Riesenstreichholzschachtel“ der Sorte „Haushaltswaren“ den Standort des Museums, bzw. der ehemaligen Zündholzproduktion.

 
In den Museum befindet sich u.a.

  • ein Filmraum – hier wird ein ca. 12 minütiger Film vom Bayerischen Rundfunk über die Herstellung des Zündholzes gezeigt
  • ein Ausstellungsraum mit u.a. einer Nachbildung des Schlosses Neuschwanstein, sowie des Eifelturms
  • geschichtliche Informationen
  • einer Wechselausstellung mit jährlich neuen Ausstellungsthemen

Öffnungszeiten:

Jährlich ab Ostern bis Ende Oktober
jeden Mittwoch, Donnerstag und Sonntag jeweils
von 14.00 Uhr bis 16.00 Uhr
(auch Ostermontag geöffnet!)

Führungen für Gruppen nach telefonischer Vereinbarung!
Tel. 09941/9403-17
(Tourist-Info Grafenwiesen)

Eintrittspreise:

Erwachsene:                                             2,00 €

Kinder bis 14 Jahre:                                   frei

-Jugendliche 14-18 Jahre,
-Gruppen pro Person (ohne Führung)
-Schwerbehinderte:                                   1,50 €

Gruppen mit Führung Preis pro Person:      2,00 €

Termine:

So 19.05.2019 
                                                                                  
Internationaler Museumstag unter dem Motto „Museen – Zukunft lebendiger Traditionen“

Angebot des Zündholzmuseums Grafenwiesen:

Ausstellung „Mit Feuer ins All“ – Zündholzetiketten aus aller Welt zum Thema Raumfahrt und Luftverkehr – anlässlich 50 Jahre Mondlandung

-Museumsrätsel für Kinder
-Kurzfilm zur Geschichte der Zündholzherstellung in Bayern und Böhmen
-Freier Eintritt
-Geöffnet 14-16 Uhr
siehe auch Tagespresse oder www.museumstag.de


Presseinformation zur Ausstellung 2019:

"Mit Feuer ins All - Zündholzetiketten aus aller Welt zum Thema Raumfahrt und Luftverkehr"


Ausstellung im Zündholzmuseum Grafenwiesen ab Ostersonntag.

Das Zündholzmuseum Grafenwiesen startet mit einer neuen Ausstellung in die Museumssaison 2019. Unter dem Motto „Mit Feuer ins All“ präsentiert es ab Ostersonntag, 21. April, Zündholzetiketten aus aller Welt zum Thema Raumfahrt. Ergänzt werden diese durch Zündholzschachteln mit Luftverkehrs-Motiven. Interessierte erhalten damit einen ganz speziellen Einblick in die mehrere hunderttausend Exponate umfassenden Sammlung des kleinen Spezialmuseums im Bayerischen Wald.

Die Mondlandung vor fünfzig Jahren war eines der ersten großen medialen Ereignisse weltweit. Mit ihr fand der „Wettlauf ins All“ seinen Höhepunkt. Zur Zeit des Kalten Krieges in den 1950er und 1960er Jahren hatten die weltpolitischen Machtblöcke in Ost und West diesen technologischen Konkurrenzkampf geführt. Als am 21. Juli 1969 der erste Mensch einen Fuß auf die Mondoberfläche setzte, wurde ein Traum der Menschheit zur Wirklichkeit.
 
Die technische Entwicklung der Raumfahrt bildete sich in dieser Zeit in verschiedenen Medien ab. Auch in der Bilderwelt von Alltagsprodukten fand das Thema große Beachtung. Zündholzschachteln, die man etwa vierzigmal zur Hand nahm, um ein Feuer zu entzünden, eigneten sich gut dazu, um das Faszinosum Raumfahrt in nahezu jeden Haushalt zu bringen. Gedruckt wurden Bilder von Raketen, Satelliten, Raumsonden und Raumfähren, von der Hündin Laika als erstem Lebewesen im All genauso wie von „Helden“ der Raumfahrt, Astronauten, Kosmonauten oder Forschern.

In vielen Ländern der Erde wurden für Zündholzschachteln Sammelserien zum Thema Raumfahrt auf den Markt gebracht, nicht nur bei den großen Gegenspielern USA und Sowjetunion, auch in Australien, Brasilien oder Chile, der Volksrepublik China, in Frankreich und Deutschland, in den Niederlanden oder der Schweiz, in Polen und anderen ehemaligen Ostblockstaaten. Die Zündholzfabrik Allemann in Grafenwiesen produzierte für die Verkaufsgemeinschaft VeGe eine eigene Serie.

Die Vorstufe zur „Eroberung“ des Weltalls war die „Eroberung der Lüfte“ durch Heißluftballons, Luftschiffe und Flugzeuge. Auch hierzu sind ausgewählte Exponate zu sehen.
Das Zündholzmuseum bietet somit in der Saison 2019 die Möglichkeit zu einer spannenden Zeitreise der besonderen Art.



Themen der einzelnen Ausstellungen:

  • 2019 - Mit Feuer ins All - Zündholzetiketten aus aller Welt zum
               Thema Raumfahrt und Luftverkehr
  • 2018 - Feuriges und Florales – Blumen und Blüten auf Zündholzetiketten
  • 2017 - Tempel, Triumphbögen und Paläste – Historische Bauwerke als
               Zündholzmineaturen
  • 2016 - Trachten aus aller Welt auf Zündholzetiketten
  • 2015 - Aus dem Reich der Mitte – Chinesische Zündholzetiketten
  • 2014 - Matchbox und Autos – Kleine Flitzer auf der Zündholzschachtel
  • 2013 - Feuriges aus der Ferne – Zündwaren als Reiseandenken
  • 2012 - Die bunte Welt der Phillumenie – phillumenistische Gesellschaft-
               Dachverband der Zündholzsammler
  • 2011 - Raritäten und Kuriositäten, Erfindungen, Basteleien und
               Improvisationen rund ums Zündholz
  • 2010 - Blick nach Böhmen – Tschechische Zündholzetiketten und
               Schachteln
  • 2009 - Schönheitsgalerie – Frauenbilder auf Zündholzetiketten
  • 2008 - Olympische Flammen – Zündholzetiketten und Sammelserien aus
               aller Welt –Olympische Spiele

Zündholzgeschichte  

In Grafenwiesen, im Tal des Weißen Regen, zwischen den Bergen Hoher Bogen und Kaitersberg, gab es bereits seit 1878 die sog. „Zündholztunke“ Ellmann, die ab 1908 durch die Zündholzfabrik Hubloher weitergeführt wurde.  Zur Zeit der Weltwirtschaftskrise 1929/30 kaufte der Ingenieur Robert Czerweny von Arland die Firma, gründete die Zündholzfabrik „Allemann AG“ und baute sie kontinuierlich aus.

 
Als am 26. Oktober 1929 das Deutsche Reich bei dem schwedischen Zündholzkonzern STAB (Zündwarenkönig Ivar Kreuger) eine Anleihe von 125 Millionen Goldmark aufnahm, machte der Konzern zur Auflage, den deutschen Markt mit Hilfe eines Zündwarenmonopols gegen Billigimporte abzuschotten. Das Monopol regelte Produktion und Verkauf.

Die Firma Allemann kaufte sich in das Monopol ein und produzierte unter den Kennungsnummern 305 (Haushaltsware) und 295 (Welthölzer).
 
Später gründete die Fa. Allemann in Grafenwiesen ein Zweigwerk zur Herstellung von Spankörben für Obst und Fisch.

Das Monopol lief 1983 aus, und nun waren Billigimporte aus dem Ausland nicht mehr aufzuhalten. Außerdem verdrängte das Feuerzeug immer mehr das traditionelle Streichholz.

Die Firma Allemann stellte bereits rechtzeitig ab den 70-er Jahren seine Produktion um auf Türen und Tore für landwirtschaftliche Betriebe und auf Haustüren für Wohnbauten.

1985 wurde die Herstellung von Streichhölzern in Grafenwiesen endgültig eingestellt.

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